Von Dr. sc. nat. ETH Paolo Colombani | Lesezeit 3 bis 4 Minuten
In den letzten 30 Jahren stieg der Anteil an fettleibigen Erwachsenen in fast allen Ländern an. Dies ist eine Herausforderung für die Gesundheitssysteme, da Adipositas bei mangelnder körperlicher Aktivität die Gefahr diverser Erkrankungen erhöht. Genetische und Umweltfaktoren gelten oft als Ursachen von Adipositas. Spielen aber auch stille Entzündung und Darmmikrobiota eine Rolle?
In den vergangenen 30 Jahren ist der Anteil an fettleibigen Erwachsenen in 188 von 200 untersuchten Ländern und Regionen weltweit gestiegen 1. Adipositas wird dabei immer noch über einen Body Mass Index (BMI) von mehr als 30 kg/m2 definiert – obwohl der BMI auf individueller Ebene wenig über den Gesundheitszustand einer Person aussagt. Auf Bevölkerungsebene zeigt sich hingegen ein anderes Bild: Die hohe Adipositasrate dürfte tatsächlich ein gesundheitliches Problem darstellen, aber in erster Linie aufgrund eines gleichzeitigen Mangels an körperlicher Aktivität. Seit Jahrzehnten sucht man jedenfalls nach den Ursachen der Adipositas und entsprechend existieren verschiedene Hypothesen zu ihrer Entstehung. Ein Forschungsteam aus Brasilien hat nun eine weitere Hypothese vorgestellt und diese in den Kontext bestehender Hypothesen gesetzt.
Drei klassische Hypothesen zur Entstehung von Adipositas
Neue Hypothese: Die Rolle der stillen Entzündung
Neue Hypothese: Die Rolle der Mikrobiota
Fazit: Ein komplexeres Bild
Quellen
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