Von Dr. sc. nat. ETH Paolo Colombani | Lesezeit 3 bis 4 Minuten

Altern ist kein Schicksal, dem wir tatenlos ausgeliefert sind. Statt auf fragwürdige Anti-Aging-Pillen zu hoffen, zeigen Forschende: Bewegung, Ernährung, Schlaf und soziale Bindungen wirken stärker als jedes Molekül. Wer hier ansetzt, gewinnt gesunde Jahre – und bleibt länger unabhängig. Die Notwendigkeit, den Lifestyle holistisch zu betrachten, gewinnt dementsprechend immer mehr an Bedeutung.

Das Leben ist endlich – und früher oder später setzen wir uns alle mit dem Älterwerden auseinander. Seit Jahren boomt auch die «Longevity»-Industrie und es gibt viele Versprechung zur Verlängerung der Lebenserwartung. In den Laboren forscht man weltweit nach den molekularen Ursachen des Alterns. Dies ist verständlich. Denn die Entdeckung von Stoffen, die das Leben verlängern, wäre eine wahre Goldmine.

Um die Alterungsprozesse zu erfassen, braucht es auch entsprechende Biomarker – also messbare Merkmale, die uns verraten, wie alt unser Körper wirklich ist. Die Forschenden Regula Furrer und Christoph Handschin von der Universität Basel haben in ihrem umfassenden Übersichtsartikel die aktuelle Evidenz zu diesen Biomarkern zusammengetragen – und dabei beeindruckende 1300 wissenschaftliche Quellen verarbeitet 1. Nachfolgend sind ihre wichtigsten Erkenntnisse dargestellt.

Moleküle, die wenig verraten

Funktion schlägt Molekül

Lifestyle als stärkster Hebel

Die trügerische Hoffnung auf Medikamente und Kalorienrestriktion

Fazit

Quellen

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